Der Clubabend im November 2004

Es war eine flotte Gruppe (Altersstruktur zwischen zehn und siebzig), die sich im topmodernen Autocar von den beiden Damen Anita und Ruth (alphabetische Reihenfolge) entführen liess. Kaum auf der Autobahn gab’s als Zwischenverpflegung die köstlichen ruthschen Hefeschnägge und Mineral oder Cola. Es gab allerdings soonige die griffen zum Bier aus dem Rucksack!

Die Stimmung war ausgezeichnet und ums ummeluege war das erste Ziel, die Kristallglashütte Uetendorf, erreicht. Sollte evtl. jemand nicht wissen, wo Uetendorf liegt: im Bernbiet, in der Nähe vom Thunersee. Eine interressante Führung durch die Glasbläserei wurde abgeschlossen mit Glaskuugele bloose und läädele im hauseigenen Shop. Die Kasse hat geklingelt, das Geschäft florierte.

In der Sarner Cristal durfte jeder selber mal eine Kugel blasen. Diese konnte man dann mit nach Hause nehmen.
Im letzten Bild sieht man die gesammelten Werke unserer Arbeiten. Nicht schlecht, oder?

Mittlerweilen, knurrten die Mägen und glücklicherweise gings bald weiter zum Apéro ins Schloss Schadau am Thunersee. In gediegenen Räumen wurden Getränke, - diesmal nicht „nur“ Mineralwasser und Cola - sowie schmatzige Barbrötli und knusperige Schinkengipfeli gereicht. Vom Autocar ins Schloss waren’s nur ein paar Schritte und kein Fussmarsch von einer Stunde wie von Anita angekündigt.

Dann ging es ins Schloss Schadau am Thunersee. Hier kam man sich fast vor wie der König von Thun persönlich.
Gemütlich wurde hier nach der Schwerarbeit ein Apéro genommen, bevor es dann mit dem Bus wieder weiter ging.

Zum Höhepunkt des Abends gelangten wir anschliessend: nach kurzer Weiterfahrt waren wir im Gasthof „Weyersbühl“, der irgendwo in der Nähe von Tierachern oder so, liegt. Ein noch nie von jemandem in ähnlicher Art gesehenes Berner-Bauernhaus mit Holzläubeli, Treppen, Winkel und Stuben. Ein festlich gedeckter Tisch, ergänzt mit den bereits vom letzten Jahr bekannten und liebevoll zubereiteten Anita-Aenisbrötli, lud zum Essen ein. Da gab’s Platten voller Suurkrut, Suurrüebe, döörte Bohne, Rösti, Schmalzhäärdöpfeli und allergattig Fleisch, alles linienfreundlich natürlich, das nachfolgende Desserbuffet mit Cremen, Meringueschalen und Patisserie ebenso.

Aufgelockert wurde das Mahl durch einen humoristischen Vortrag von Ueli über Ueli der Knecht und eine kurze Modeschau von Jean-Marc über das neuste Jeansmodell, auf dem Laufsteg wo anschliessend das Käsebuffet präsentiert wurde.

Nächster Halt - Weyersbühl in Uebeschi. Das ist ein grosser zum Restaurant umgebauter Bauernhof. Hier gab es eine riesengrosses Bernerplatten-Buffet, das nach unserer Plünderung noch fast gleich aussah, wie vorher. So viel gab es dort und gut war es auch noch!

Der Aufbruch zur Heimfahrt kam viel zu früh, dafür wurden wir belohnt mit einer zauberhaften Winterstimmung. Es hat leicht geschneielet, Bäume und Wiesen waren weiss, es herrschte eine romantische Stille, bereits e weeneli Weihnachten – einfach schön.
Die romantische Stille hat sogar auf der ganzen Heimfahrt gedauert, die meisten Herren haben mehr oder weniger geräuscharm gepfüüserlet.

Wie ein Märlischloss sieht das aus. Und der gefallene Schnee machte diesen Eindruck noch viel stärker.

Anita und Ruth, das war super, noonemool häärzlige Dangg!